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Situation der Strassenkinder in Brasilien

Obdachlose und arbeitende Kinder gehören heute zum Straßenbild von Brasiliens Großstädten.
Manche der Kinder sind nur tagsüber auf der Straße, kehren aber abends zu ihrer Familie zurück. Andere Kinder haben keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Sie sind obdachlos und müssen sich ganz alleine durchschlagen.
Die meisten Kinder stammen aus armen und kinderreichen Familien. Ihre Mütter sorgen oft allein für ihre Kinder.

Gründe für die Kinder auf die Straße zu gehen sind

  • Probleme in der Familie aufgrund der Armut
  • Innerfamiliäre Gewalt
  • Drohungen in der Wohngegend der Familien (viele Jugendliche können wegen Drogenschulden nicht in das Viertel ihrer Familien zurückkehren)
  • Drogen (die genannten Drogen sind Crack, Marihuana, Kleber, Lösungsmittel und Kokain)
  • Möglichkeiten, um Geld zu verdienen

Manchen Kindern erscheint das Leben auf der Straße zunächst als Möglichkeit, den Anforderungen und Konflikten zu Hause auszuweichen. Auf der Straße fühlen sie sich frei. Meistens merken sie allerdings schnell, dass sie diese Freiheit teuer erkaufen müssen. Konflikte, Gewalt, Missbrauch – alles, dem sie entfliehen wollten, gibt es in hohem Maße auch auf der Straße.
Das Leben eines Straßenkindes ist gefährlich: Viele schlagen sich mit illegalen Tätigkeiten wie Stehlen, Drogenhandel und Prostitution durch. Ein weiteres Problem ist die Gewalt. Dazu kommen gesundheitliche Risiken: Das ständige Einatmen von Autoabgasen und das Übernachten im Freien führt oft zu Erkrankungen der Atemwege. Auch die mangelnden Möglichkeiten, sich sauber zu halten und auf die Toilette zu gehen, begünstigen Krankheiten. Unter Jungen und Mädchen, die ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdienen, sind Geschlechtskrankheiten und HIV-Infektionen weit verbreitet.
Auch Verkehrsunfälle sind keine Seltenheit.
Die wenigsten Straßenkinder können lesen und schreiben.

Anstatt den Straßenkindern zu helfen, nimmt die Polizei die Straßenkinder bereits für kleine Vergehen fest und steckt sie ins Gefängnis oder in ein Heim. Dort geht es ihnen oft noch schlechter als auf der Straße.

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