Kinder aus CAMM

Eriquinho – „Jesus beschütze meine Familie!“

 

Eriquinho besucht CAMM seit er ganz klein ist. Seine Mutter und sein Vater starben, als er klein war. Seitdem werden er und seine Geschwister von seinem Onkel und seiner Tante aufgezogen. Sein Onkel leidet unter psychischen Schwierigkeiten.

Darci, die Tante von Eriquinho ist 26 Jahre alt. Sie hat noch drei eigene Kinder. Obwohl sie so jung ist, muss sie sich also um sechs Kinder und eine kranke Mutter kümmern und hat ständig Probleme mit ihrem momentanen Lebenspartner. Normalerweise kommen die Kinder traurig zu CAMM und erzählen von unangenehmen Situationen, die sie Zuhause erlebten.

Der momentane Lebenspartner von Darci arbeitet nachts und muss am Tag schlafen, um sich zu erholen. Das ist natürlich schwierig in einer offenen Baracke mit sechs Kindern. Und so gibt es oft Streit und manchmal werden die Kinder geschlagen und auf die Straße geschickt, besonders an den Wochenenden, wenn das Projekt geschlossen ist. Am Samstag, den 5. Oktober 2013, während der Messe zum 30jährigen Jubiläum von CAMM merkten wir, dass Eriquinho trauriger und zerstreuter war als seine Geschwister und Cousins (alle besuchen das Projekt). Roberta fragte ihn, ob er ein Problem habe:

Er sagte ihr, es sei alles in Ordnung. Er hatte jedoch gerade eine Auseinandersetzung zwischen Darci und ihrem Partner mitbekommen, in der er sie mit einem Messer angegriffen und ihren Kopf an mehreren Stellen getroffen hatte. Die Nachbarn haben Darci ins Krankenhaus gebracht. Da Eriquinho nicht wusste, wie es seiner Tante ging, war er sehr traurig und besorgt.

Er betete „Jesus beschütze meine Familie!“

Für diese und andere Kinder sagen wir: CAMM besteht schon 30 Jahre, aber der Einsatz geht weiter: A luta continua!!

Nachtrag:

Über Eriquinho haben wir im letzten CAMMinhando berichtet. Oktober 2014 erreichte uns eine Mail von Roberta, dass Eriquinho im Krankenhaus sei und sie für ihn beten. Er hatte sich beim Drachensteigen lassen einen tiefen Schnitt am Fuß zugezogen. Zwei Krankenhäuser wiesen ihn ab, weil Ärzte fehlten und der Fuß entzündete sich. Glücklicherweise konnte er doch noch operiert werden.

Wie Ihr auf dem Bild seht, geht  es ihm inzwischen wieder gut.


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